Der Begriff „DDoS-Schutz“ bezeichnet die Praktiken, Tools und Strategien, die eingesetzt werden, um DDoS-Angriffe zu verhindern, zu erkennen und abzuschwächen. Verteilte DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) gibt es in verschiedenen Formen, die jeweils darauf ausgelegt sind, unterschiedliche Schwachstellen in der Netzwerkinfrastruktur und den Diensten eines Ziels auszunutzen. Das Verständnis dieser Angriffsarten, wie man sie verhindert und wie man sie schnell und effektiv abmildert, sollte Teil jedes guten Sicherheitsprogramms sein.
Die Implementierung der richtigen Tools und Strategien für einen angemessenen DDoS-Schutz ist eine kritische Initiative für jedes Unternehmen, das online Geschäfte tätigt.
Warum ist DDoS-Schutz wichtig?
Die Folgen eines DDoS-Angriffs können ohne angemessene Sicherheitsmaßnahmen und -strategien verheerend sein. Ohne eine solide DDoS-Abwehrstrategie muss sich ein Unternehmen mit folgenden Realitäten auseinandersetzen:
Umsatzauswirkungen. Jede Minute Ausfallzeit bedeutet entgangene Einnahmen durch Kunden, die auf Ihrer Website keine Produkte kaufen oder Services in Anspruch nehmen können. Länger andauernde oder wiederholte Angriffe führen zu erheblichen Kosten, die Ihr Geschäftsergebnis beeinträchtigen.
Behinderung des normalen Geschäftsbetriebs: Betriebsbedingte Verzögerungen, stornierte Aufträge und stagnierende Projekte schaden der Produktivität und Zufriedenheit. Wenn bestimmte Services während eines Angriffs nicht verfügbar sind, wird es schwierig, Ihr Unternehmen zu führen.
Rufschädigung.
Unzufriedenheit der Kunden. Kunden erwarten konsistente und zuverlässige digitale Erlebnisse. Ein DDoS-Angriff, der zu einem Ausfall der Website führt, wirft ein schlechtes Licht auf Ihre Marke. Dies kann dazu führen, dass sie das Vertrauen in Ihr Unternehmen verlieren und zur Konkurrenz wechseln.
Erhöhte Sicherheitsrisiken.
Erhöhte Verwundbarkeit. Wenn Angriffe Ihr bestehendes Sicherheitsprogramm überfordern, können zusätzliche Schwachstellen offengelegt werden, die Hacker weiter instrumentalisieren können. Dadurch erhöht sich das Risiko von Datendiebstahl oder Netzwerkinfiltration auch nach Ende des DDoS-Angriffs.
Offenlegung sensibler Kundendaten.
Was sind die Best Practices für DDoS-Schutz?
Es ist wichtig, bewährte DDoS-Schutz-Verfahren umzusetzen, um DDoS-Angriffe zu verhindern. Hier einige gängige bewährte Verfahren zur Reduzierung des DDoS-Risikos:
Kennen Sie die Anzeichen: Verstehen Sie die vier wichtigsten Anzeichen eines DDoS-Angriffs
Zu den wichtigsten Anzeichen gehören in der Regel eine ungewöhnlich langsame Netzwerk-Performance, die Nichtverfügbarkeit bestimmter Websites oder Services, ein Anstieg des zufälligen Traffics von einer einzigen IP-Adresse oder geografischen Region sowie Serverabstürze oder Systemabschaltungen. Ihre DDoS-Schutzstrategie und -Tools sollten in der Lage sein, diese vier wichtigsten Anzeichen eines DDoS-Angriffs schnell zu erkennen:
Langsame Netzwerk-Performance. Wenn Sie plötzlich ungewöhnlich langsame Netzwerkgeschwindigkeiten sowohl in internen Systemen als auch beim Zugriff auf externe Websites und Services feststellen, könnte dies bedeuten, dass ein DDoS-Angriff Ihre Bandbreite aufbraucht. Angriffe sind darauf ausgerichtet, die verfügbaren Internetleitungen zu überlasten, sodass die Performance in Ihrem gesamten Netzwerk beeinträchtigt wird.
Unerreichbarkeit der Website. Eines der üblichen Ziele von DDoS-Angriffen ist es, Websites offline zu drängen. Wenn die Hauptseite Ihres Unternehmens oder interne Tools nicht mehr zugänglich sind oder nur noch sehr langsam reagieren, ist das ein klares Zeichen dafür, dass Sie angegriffen werden. Wenn Kunden oder Ihre Mitarbeiter Seiten nicht laden können, ist das ebenfalls ein deutliches Zeichen.
Erhöhter Traffic von bestimmten IP-Adressen. Ihre Netzwerküberwachung sollte so konfiguriert sein, dass sie Traffic-Muster und -volumen verfolgt. Ein Anstieg des von bestimmten IP-Adressen ausgehenden Traffics, insbesondere kurze Ausbrüche, die nicht mit der normalen Nutzung übereinstimmen, könnte auf einen laufenden Angriff hinweisen.
Unerklärliche Ausfälle. Häufige oder länger andauernde unerklärte Ausfallzeiten Ihrer Website(s) oder internen Systeme können ebenfalls darauf hindeuten, dass ein Angriff stattfindet.
2. Implementieren Sie einen mehrstufigen Sicherheitsansatz
Die Verteidigung gegen DDoS-Angriffe erfordert einen mehrgleisigen Ansatz, der proaktive Maßnahmen und reaktive Strategien kombiniert. Auch wenn es schwierig ist, DDoS-Angriffe vollständig zu verhindern, können Unternehmen ihre Auswirkungen durch die Implementierung eines soliden Verteidigungsplans erheblich mildern. Zu den Best Practices für die DDoS-Abwehr in Ihrem Sicherheitsprogramm sollten folgende Punkte gehören:
Traffic-Muster überwachen. Ihre erste Verteidigungslinie ist die ständige Überwachung. Installieren Sie Tools, die den Website-Traffic rund um die Uhr analysieren und Sie bei ungewöhnlichen Spitzen oder Veränderungen warnen. Durch frühzeitiges Erkennen von Anomalien kann Ihr Team Bots oder potenzielle Angriffe untersuchen und stoppen, bevor diese Schaden anrichten können.
Eine Web Application Firewall (WAF) verwenden. WAFs wie die Next-Gen WAF von Fastly sitzen vor Ihren Webservern und filtern Anfragen auf Anzeichen bösartiger Aktivitäten. Sie können Bots stoppen und gängige Angriffe wie SQL-Injection oder Cross-Site-Scripting erkennen und blockieren, bevor sie Ihre Anwendungen erreichen. Indem die WAF von Fastly schädlichen Traffic verhindert, schützt sie Sie davor, sich im Nachhinein mit Störungen auseinanderzusetzen.
Rate Limiting implementieren. Kein System kann unbegrenzten Traffic auf unbestimmte Zeit bewältigen. Legen Sie Zugriffsschwellenwerte mit Edge Rate Limiting fest, sodass ein abnormales Verkehrsaufkommen automatisch gehandhabt wird, ohne normale Nutzer zu beeinträchtigen. Dadurch wird sichergestellt, dass Ihre Websites auch in Zeiten mit erhöhtem Traffic für echte Kunden reaktionsschnell bleiben.
Ein Content Delivery Network (CDN) verwenden. CDNs sorgen dafür, dass Websites trotz etwaiger Traffic-Schwankungen oder Angriffe verfügbar und leistungsfähig bleiben.
IP-Blacklisting anwenden. Sie haben auch die Möglichkeit, bestimmte IP-Adressen zu sperren, die bekanntermaßen Probleme verursachen. Führen Sie Protokoll über Adressen, die fragwürdige Traffic-Muster aufweisen, und lehnen Sie deren künftige Anfragen automatisch ab. Damit wird böswilligen Akteuren die Möglichkeit genommen, Ihren Geschäftsbetrieb zu stören. Noch besser ist es, eine DDoS-Schutzlösung zu nutzen, die all dies automatisch für Sie erledigt.
Regelmäßige Sicherheitsprüfungen durchführen. Überprüfen Sie Ihre Schutzmaßnahmen in regelmäßigen Abständen. Da sich die Bedrohungen weiterentwickeln, müssen auch die Schutzmaßnahmen entsprechend ausgebaut werden. Durch die Planung von Sicherheitsprüfungen kann Ihr Unternehmen sicherstellen, dass die Tools auf dem neuesten Stand und angemessen konfiguriert sind, um den Betrieb zu schützen.
Einen Plan zur Störungsbehebung festlegen. Selbst die robustesten Maßnahmen können nicht jeden Angriff verhindern. Halten Sie einen detaillierten Plan für den Fall bereit, dass Probleme auftreten, damit Ihr Team schnell reagieren und die Auswirkungen minimieren kann. Mit einem einsatzbereiten Prozess können Sie Störungen effizient beheben und Ihre Kunden weiterhin bedienen.
Eine DDoS-Lösung verwenden: Der bestmögliche Ansatz gegen DDoS-Angriffe ist die Implementierung einer dedizierten DDoS-Lösung.
Welche DDoS-Schutz-Lösungen gibt es und wie sollten Sie diese einsetzen?
DDoS-Risiken erfordern einen mehrgleisigen Sicherheitsansatz – keine einzelne Lösung schützt vollständig davor. Trotzdem kombiniert eine moderne Plattform wie Fastly verschiedene DDoS-Funktionen, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten. Ein moderner Ansatz zur DDoS-Abwehr umfasst:
Ein CDN und eine WAF, die Sie bereits an der Edge schützen
Rate-Limiting- und Bot-Detection-Lösungen, um Sie auf dem Anwendungs-Layer zu schützen
Anycast- und Scrubbing-Funktionen auf dem Netzwerk-Layer
Monitoring und automatische Skalierung, um auch bei Angriffen Netzwerkstabilität sicherzustellen
Genauer gesagt sind dies die Schutzkategorien, die Sie für den DDoS-Schutz in Betracht ziehen sollten. Viele leistungsfähige Lösungen bündeln alle oder die meisten dieser Funktionen:
Schutz auf Netzwerkebene bedeutet, dass riesige Traffic-Fluten gestoppt werden, bevor sie Ihre Server überlasten. Dies wird in der Regel durch spezialisierte DDoS-Dienste oder CDNs übernommen, die vor Ihrer Infrastruktur sitzen und massive Traffic-Spitzen absorbieren oder filtern.
Der Schutz auf Protokollebene konzentriert sich auf die Abwehr von Angriffen wie SYN-Floods. Dies wird in der Regel automatisch von modernen Cloud-Plattformen oder Hardware-/Software-Firewalls übernommen.
Der Schutz auf Anwendungsebene beinhaltet die Abwehr von illegitimen Nutzern, die legitimen Traffic vortäuschen.. Dazu zählen beispielsweise Bots, die Log-in- oder API-Endpunkte angreifen. Web Application Firewalls (WAFs), in Kombination mit Bot-Schutzlösungen sind hier besonders effektiv.
Traffic Scrubbing bedeutet, Ihren Traffic durch ein großes Filternetzwerk zu leiten, das schädliche Anfragen entfernt, bevor sie Ihr System erreichen. Genau das bieten Anbieter wie Fastly: Sie agieren als Schutzschild vor Ihren Servern und „säubern“ den eingehenden Traffic.
Caching und CDNs reduzieren die Arbeitsbelastung Ihrer Server, indem sie Inhalte näher an die Nutzer liefern. CDNs cachen Ihre Inhalte, damit Angreifer Ihre Origin-Server nicht ohne Weiteres überlasten können.
Redundanz und Skalierung sorgen dafür, dass Ihr System auch dann schwer zu knacken ist, wenn dennoch Traffic durchkommt. Dies geschieht mithilfe von Loadbalancern, Auto-Scaling-Gruppen und Multi-Region-Deployments, sodass Ihre Anwendung Lastspitzen bewältigen kann, anstatt abzustürzen.
Monitoring und Erkennung helfen dabei, Angriffe frühzeitig zu erkennen, und ermöglichen eine schnelle Reaktion. Speziell entwickelte Sicherheitslösungen können verdächtigen Traffic identifizieren und kennzeichnen, bevor er zum Problem wird.
Wie gut, dass die Plattform von Fastly die meisten dieser Funktionen aus einer Hand bietet – mit CDN, WAF, Bot-Management und DDoS-Schutz.
Wie kann Fastly helfen?
Die Aufrechterhaltung umfassender Sicherheit gegen DDoS-Angriffe stellt große Herausforderungen in Bezug auf Kosten, Komplexität, False Positives, sich entwickelnde Bedrohungen und Ressourcenintensität dar. Die cloudbasierte DDoS-Schutzlösung von Fastly löst jedoch direkt jedes dieser Probleme.
Zu den wichtigsten Vorteilen des DDoS-Schutzes von Fastly gehören die folgenden:
Senkt Kosten: Fastly bietet kostengünstigen DDoS-Schutz an, der in seinen CDN-Diensten enthalten ist.
Flexible Zahlungsoptionen: Sie können das Paket wählen, das Ihren Bedürfnissen entspricht, und profitieren von unbegrenztem Absicherungsschutz. Die Bündelung von Sicherheit, CDN und Edge-Cloud-Services bei einem Anbieter ist die günstigere Lösung.
Vereinfacht Komplexität: Die Lösung von Fastly erfordert keine komplexe Einrichtung oder manuelle Abstimmung ihrerseits. Das Netzwerk fängt automatisch Layer-3/4-Angriffe auf, während die WAF der nächsten Generation nahtlos mit Layer-7-Bedrohungen umgeht.
Weniger False Positives: Die fortschrittliche SmartParse-Erkennungs-Engine von Fastly klassifiziert Anfragen genau und minimiert gleichzeitig die False Positives, die echte Nutzer blockieren könnten.
Entwickelt sich kontinuierlich: Fastly verbessert die Erkennung und Abwehr auf der Grundlage solider Informationen, sodass Sie den sich entwickelnden globalen Angriffstrends immer einen Schritt voraus sind.
Ressourceneffizient: Das massive Netzwerk von Fastly hat eine eingebaute Kapazität, um selbst außergewöhnliche Angriffe ohne Leistungseinbußen aufzufangen. Automatisierte Edge-Abwehr entlastet zudem den Origin-Server.